Eine kurze Bootsfahrt von der zweit größten Insel der Seychellen, der Insel Praslin, dauert lediglich 40 Minuten. Ist der Reisende auf der ursprünglichen Insel La Digue angekommen, wird er in eine Zeit zurück versetzt, in der Hektik keine Rolle spielt, und wo er in sehr freundlicher Atmosphäre, umgeben von einer fast unberührten Natur, sich gänzlich den schönen Dingen des Lebens widmen kann. Er bekommt den Eindruck, als seien hier die Uhren stehen geblieben.
Der Reisende genießt bereits auf der faszinierenden Bootsfahrt von Praslin nach La Digue das Gefühl von Freiheit und Natur - pur. Er schippert entlang an kleinen Inseln, die allmählich am Horizont versinken. Ganz allmählich rückt La Digue mit seinen sattgrünen Hügeln aus dem kristallklaren, türkisfarbenen, warmen Wasser des Indischen Ozeans näher.
Goldfarbene Strände weisen dem Schoner seinen Weg zum Anlegeplatz auf La Digue, dem "La Passe Jetty", mit seinem Flair aus dem 19. Jahrhundert, wo sich traditionelle Fischerboote neben pompösen Yachten in den glitzernden Wellen wiegen.
Blickt man vom Jetty aus in das Landesinnere, so ist man von den zahlreichen, kontrastreichen Farben beeindruckt. Der Blick schweift dabei über bewaldete Pfade, sowie über schimmernde Strände, die im gleißendem Sonnenlicht funkeln, bis hin zum klaren, reinen Wasser, das wie türkisfarbene Seide glänzt.
Die beeindruckenden, gigantischen Granitfelsen, das Wahrzeichen von La Digue, schimmern - je nach Tageszeit - goldfarben oder nehmen einen leicht gräulichen Ton an. Bei Sonnenuntergang wird die Stimmung romantisch. Die goldenen Strahlen der untergehenden Sonne malen die Felsen regelrecht an.
Das sanfte Rauschen der weit in den Himmel ragenden Kokospalmen, die melodischen Klänge kreolischer Rhythmen, sowie der berauschende Geruch frischer Vanille, all dies vereint, ist ein Fest für die Sinne.
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Als Fortbewegungsmittel dient auf la Digue - unter anderem - der Ochsenkarren. Dieser wird in stoischer Ruhe und Gelassenheit von einem einheimischen Fahrer in Bewegung gesetzt, der seine Tiere mit freundlichen Worten zur gemächlichen Fortbewegung animiert. Nebenbei werden höflich Passanten gegrüßt und nach kurzer Fahrt gelangen die Besucher zu dem René Payet Veuve Reservat.
Dies ist das Zuhause der bekannten Vögel, den "Seychelles Paradise Flycatchern", die einzige, einheimische Vogelart, die auf der roten Liste der IUCN (International Union for the Conservation of Nature and Natural Resources) für vom Aussterben bedrohte Arten geführt wird, und nur auf La Digue zu finden ist.
Diese Vögel schwirren umtriebig in den Bäumen umher, unentwegt auf der Lauer nach Insekten als Nahrungsmittel. Die Weibchen mit ihrem schwarz, weiß und braun geflecktem Gefieder werden von den Männchen mit ihrem pechschwarz im Sonnenlicht schillernden Gefieder an Schönheit übertrumpft.
Um als Besucher die Insel aus der Perspektive der "Diguois", wie die Einheimischen sich nennen, anzuschauen, ist die Anmietung eines Fahrrades unerlässlich. So kann man sich bequem und in Seelenruhe einen Überblick auf den wenigen Strassen dieser grandiosen Insel verschaffen. Fahrradschlösser sind hier unbekannt. Was man jedoch stets dabei haben sollte, ist ein dezentes, freundliches Lächeln….
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